Kein Erfolg in WashingtonSchleppende Klimagespräche
Die Zeit drängt, doch eine Einigung ist nicht in Sicht. In Washington wollten die 17 Staaten mit den stärksten Wirtschaftsleistungen eigentlich über eine Reduzierung der CO2-Emissionen sprechen. Herausgekommen ist nur wenig.
Die Washingtoner Verhandlungen seien nur schleppend vorangekommen, teilte der US-Chefunterhändler Todd Stern nach den zweitägigen Beratungen mit. Die Meinungsverschiedenheiten hätten "ein wenig abgenommen", sagte Stern.
Die Verhandlungen in der US-Hauptstadt sollten zu einem Erfolg des Weltklimagipfels am Ende des Jahres in Kopenhagen beitragen. Allerdings wurden einige Fragen ausgeklammert, weil sie auf dem bevorstehenden Treffen der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G-20) am 24. und 25. September in Pittsburgh behandelt werden sollen. In Kopenhagen sollen Vereinbarungen über die Fortschreibung des UN-Klimaprotokolls von Kyoto aus dem Jahr 1997 getroffen werden.
Unklar ist unter anderem, in welchem Umfang Entwicklungsländer sich an den Klimaschutz-Maßnahmen beteiligen müssen und ob sie dafür Hilfszahlungen erhalten. Der britische Außenminister David Miliband hatte vor einigen Tagen vor der Gefahr eines Fehlschlags gewarnt. Es ist nicht sicher, ob der US-Kongress Mittel für eine spürbare Wende in der Umweltpolitik bereitstellt, obwohl Präsident Barack Obama dies seit der Amtsübernahme von George W. Bush propagiert.